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Zweck dieser Seite


Die UFP-Webseite des BV-Freising gibt eine Einschätzung, wie stark Sie an Ihrem jetzigen Standort vom Abwind des Flughafens betroffen sind.

Beim Rollen sowie bei Start und Landung der Flugzeuge werden große Mengen an Kerosin verbrannt. Dabei entstehen neben den Abgasen riesige Mengen an ultrafeinen Partikeln, die vom Wind, der über den Flughafen streicht, kilometerweit getragen werden. Immer wenn Sie der Wind aus Flughafenrichtung erreicht, sind UFP in der Atemluft. Die Ultrafeinstaub-Belastung hängt stark von den Wetterbedingungen, insbesondere der Windrichtung und der Windstärke ab. Die UFP-Webseite des BV-Freising gibt eine Einschätzung, wie stark Sie an Ihrem jetzigen Standort vom Abwind des Flughafens betroffen sind. Die Illustrationen sind als Hinweis auf mögliche Gefährdungen zu verstehen. Sie greifen auf Messwerte zurück, können aber nur Trends anzeigen. An der Vervollständigung wird gearbeitet.


So funktioniert diese Seite


Auf der Startseite sehen Sie die Liste der verfügbaren Flughäfen. Klicken Sie „Ihren“ Flughafen an und zoomen Sie, bis Ihr Standort erscheint. Sie sehen eine orangeroteFläche, deren schmale Seite im Zentrum des Flughafens liegt. Von der Fläche des Flughafens ausgehend verbreitert sich der Abwindkegel und zeigt mit der Farbabstufung die berechnete Konzentration der ultrafeinen Partikel in der Atemluft. Je heller die Farbe, desto weniger UFP sind in der Luft.

Grundsätzlich gilt:

Die grafische Darstellung des UFP-Abwind-Kegels auf Ihrem Display ergibt sich aus einem Rechenvorgang, der Windrichtung und Windstärke berücksichtigt. Viele tatsächlich gemessene Konzentrationen der ultrafeinen Partikel wurden zu den jeweiligen meteorologischen Daten in Beziehung gesetzt und werden ständig aktualisiert und verfeinern so die Berechnung fortlaufend.

Die beste Übereinstimmung der dargestellten UFP-Belastung mit der wirklichen UFP-Konzentration besteht bei konstanten Windverhältnissen. Bei schnell wechselnden Windrichtungen, oft begleitet von Böen, stimmen Ort und Konzentration weniger gut überein. 

Der Deutsche Fluglärmdienst (https://www.dfld.de/DFLDindex.php) zeigt die Flugspuren in der Nähe des jeweiligen Flughafens, woraus die An- und Abflüge deutlich zu erkennen sind. Bei entsprechenden Windverhältnissen können aus diesen Angaben die Belastungen durch Wirbelschleppen abgeschätzt werden. Neben den mechanische Schäden (z. B. an Hausdächern) durch tieffliegende Maschinen sind Wirbelschleppen die Kraft, die die Triebwerksabgase, besonders die ultrafeinen Partikel nach unten zwingt. Dabei spielen wieder die Windverhältnisse eine große Rolle. Vor allem bei schwacher Luftbewegung werden die ultrafeinen Partikel entlang der Abflugroute direkt nach unten gedrückt. Messungen in Mainz haben gezeigt, dass noch aus Höhen von 2500-3500 Metern Triebwerksabgase in Wohngebieten ankommen können. Direkt überflogene Siedlungen sind besonders beim Landeanflug doppelt belastet: einmal durch die Wirbelschleppen und zum andern durch den Abwind vom Flughafen.

So funktioniert unsere Vorhersage


Für die Vorhersage der Ultrafeinstaub-Belastung nutzen wir folgende Gegebenheiten:

Für welche Flughäfen gibt es die Vorhersage?


Derzeit gibt es die Vorhersage für den Flughafen München. Geplant sind alle deutschen Flughäfen mit mindestens 100.000 Flugbewegungen pro Jahr.

Was ist Ultrafeinstaub?


Ultrafeine Partikel (UFP) sind die kleinste Fraktion des Feinstaubs mit einem Durchmesser von (Gas-) Molekülgröße bis 100 Nanometer. Sie können natürlicherweise oder bei technischen Prozessen entstehen. Es gibt harmlose und gesundheitsgefährdende UFP. Ausnahmslos schädlich sind UFP aus Verbrennungsprozessen, zum einen wegen ihrer geringen Größe (je kleiner, desto leichter gelangen sie beim Atmen in die Körperzellen), zum andern wegen ihrer chemischen Zusammensetzung und Anlagerungen von aus halogenierten Kohlenwasserstoffen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).

Hochleistungsmotoren emittieren sehr viel und Flugzeug-Triebwerke ausschließlich UFP. Während aber bei Automotoren Filtertechnik eingesetzt werden kann, ist dies bei Flugzeugturbinen praktisch nicht möglich. Aufgrund des hohen Treibstoffverbrauchs von Flugzeugen sind Flughäfen riesige regionale Hot Spots ultrafeiner Partikel. Täglich werden dort hunderte von Tonnen Kerosin verbrannt. Die ausgestoßenen UFP werden mit dem Wind in die umliegenden Städte und Dörfer getragen. Viele tatsächlich gemessene Konzentrationen der ultrafeinen Partikel wurden zu den jeweiligen meteorologischen Daten in Beziehung gesetzt. Sie werden ständig aktualisiert und verfeinern so die Berechnung fortlaufend.

Kommt der Wind vom Flughafen, wird jeder Anwohner zum „Passivraucher“ von Flugzeugabgasen. Kinder und Kranke sind besonders betroffen. Weitere Informationen zu Ultrafeinstaub finden Sie z.B. auf Wikipedia.
Lieber Besucher, wir bitten um Beachtung des folgenden Hinweises:

Ausgehend vom Flughafen simuliert die Darstellung mittels der am Flughafen gemessenen Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten die Verfrachtung der „Flughafenluft“ in das angrenzende Umland. Die Darstellung soll aufzeigen, wohin mit dem Wind die aus den Triebwerken in großer Zahl emittierten Abgase vertragen werden können. In zahlreichen Studien konnten in den Abgasfahnen von Flughäfen u.a. erhöhte Konzentrationen ultrafeiner Partikel (UFP) nachgewiesen werden. Da die Konzentrationen von UFP in der Abwindfahne des Flughafens im Wesentlichen von der Anzahl der Flugbewegungen abhängt, führt jede Abnahme der Flugbewegungen direkt zu einer reduzierten Konzentration von UFP in der Atemluft.

Ok